Grußworte

peter altmaier

Bundesminister für Wirtschaft und Energie

Lateinamerika und Deutschland sind enge Partner – geprägt durch ihre jahrhundertelangen Beziehungen, gemeinsame Werte und eine historisch gewachsene, enge kulturelle Verbundenheit.

 

Deutsche Wissenschaftler und Forscher trugen wesentlich zur Erschließung des Kontinents bei. Sie haben das gegenseitige Interesse geweckt. Im kommenden Jahr jährt sich der Geburtstag Alexander von Humboldts zum 250. Mal. Heute gilt er als Vordenker globaler Zusammenhänge und Vertreter interdisziplinärer Forschung. Viele Länder Lateinamerikas feiern ihn als „zweiten Entdecker“. Er reiste, um zu lernen und zu verstehen. In diesem Sinne gestalten wir auch unsere Beziehungen zu den Ländern dieser Region. Es sind Beziehungen auf Augenhöhe. Sie beruhen auf gemeinsamen Werten wie Freiheit, Demokratie und marktwirtschaftlicher Orientierung.

 

Die Länder Lateinamerikas sind wichtige Wirtschafts- und Handelspartner Deutschlands. Seit Jahrzehnten sind sie ein bedeutender Standort deutscher Investitionen. Für den deutschen Außenhandel ist die Region von strategischer Bedeutung – als Lieferant wichtiger agrarischer und mineralischer Rohstoffe ebenso wie als Abnehmer von Waren und Dienstleistungen. Zurecht spielen die Beziehungen zu Lateinamerika auch in der europäischen Handelspolitik eine wichtige Rolle.

 

Der Abschluss mehrerer Assoziierungs- und Kooperationsabkommen der Europäischen Union mit Ländern Lateinamerikas und der Karibik wird die Bedeutung der Region weiter steigern. Zugleich bieten diese Abkommen eine Chance zur Diversifizierung der dortigen Volkswirtschaften. Sie können dazu beitragen, die Exportabhängigkeit von Rohstoffen zu reduzieren. Gerade in Zeiten des zunehmenden Protektionismus sind solche Abkommen auch ein deutliches Zeichen für freien Handel und offene Märkte.

 

Deutschland ist eine der weltweit stärksten Handelsnationen. Investitionen haben das Land eng mit der Weltwirtschaft verflochten. Uns liegt viel daran, auch die Länder Lateinamerikas stärker in globale Wertschöpfungsketten einzubinden. Unabdingbar für eine Weiterentwicklung der dortigen Wirtschaften ist dabei der Übergang zu einer Wissensgesellschaft mit aktiver Forschungs- und Innovationspolitik. Auf diese Weise können die Länder Lateinamerikas erfolgreich die Herausforderungen der digitalisierten Welt des 21. Jahrhunderts bewältigen.

 

Deutschland möchte seine Rolle als verlässlicher und gefragter Partner Lateinamerikas nicht nur dauerhaft festigen. Wir wollen sie noch ausbauen. Ich hoffe, dass das aktuelle Lateinamerika-Handbuch der Deutschen Wirtschaft eine nützliche Handreichung für deutsche Unternehmen mit Interesse am lateinamerikanischen Markt sein wird.

Bernhard Steinrücke

AHK-Weltsprecher

Unser weltweites Netzwerk von Deutschen Auslandshandelskammern ist eine einmalige Geschäftsplattform der Superlative. Mit 2.000 Mitarbeitern unterstützen wir unsere 51.000 Mitglieder an 140 Standorten in 92 Ländern. Kein anderes Land kann auf eine vergleichbare Expertise zurückgreifen, die damit wesentlich zum Erfolg deutscher Firmen auf ausländischen Märkten beiträgt.

 

Wie selten in der Geschichte stehen rasante Veränderungen im globalen Handel unmittelbar bevor. Die Diskussion um Freihandelsabkommen, Digitalisierung und den demografischen Wandel, um nur einige Themen zu nennen, beschäftigen uns schon heute intensiv, aber ihre Konsequenzen werden erst in der Zukunft bekannt sein. Unser AHK-Netz stellt sich diesen Herausforderungen durch eine kontinuierliche Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen. Die Erschließung neuer Standorte und damit der Zugang zu vielversprechenden Märkten erfolgt in enger Abstimmung mit dem Bundeswirtschaftsministerium und in Kooperation mit starken Partnern wie Germany Trade and Invest (GTAI). Mit der Umsetzung der AHK-Strategie 2025 und dem besonderen Augenmerk auf die Stärkung der wertvollen Marke AHK sind wir auf dem richtigen Weg in eine noch erfolgreichere Zukunft.

 

Lateinamerika zählt in diesem Zusammenhang weltweit zu den Regionen, in denen deutsche Firmen ihr Marktpotential noch nicht voll ausgeschöpft haben. Daher werden im vorliegenden Lateinamerika-Handbuch der Deutschen Wirtschaft 2018/2019 vor allem die zukünftigen Wachstumsmärkte für kleine und mittlere Unternehmen aufgezeigt.

THOMAS TIMM

AHK-Regionalsprecher Lateinamerika

Aus den bevorstehenden lokalen und weltweiten politischen Veränderungen ergeben sich grosse Herausforderungen für die deutschen Auslandshandelskammern in Lateinamerika. So wählen beispielsweise allein im Jahre 2018  zwei Drittel aller Länder Lateinamerikas neue Regierungen. Wir haben jedoch stets die neuen Opportunitäten für unsere Arbeit im Blick. Dabei steht immer unser Kunde im Vordergrund, sei es als Kammermitglied oder als Empfänger unserer Dienstleistungen.

 

Mit der Neuauflage des Lateinamerika-Handbuches der Deutschen Wirtschaft 2018/2019  aktualisieren wir frühzeitig alle Informationen, die für die deutschen Unternehmen als Entscheidungsgrundlage für die Bearbeitung der lokalen Märkte relevant sind. Es werden aber nicht nur die Marktpotentiale in Zukunftsmärkten aufgezeigt; der Leser findet auch die aktuellen Kontaktdaten der an dem jeweiligen Standort verantwortlichen AHK-Kollegen.

 

Erneut haben wir uns dazu entschieden, eine gedruckte Version dem interessierten Publikum vorzustellen. Die Inhalte sind ebenfalls unter www.lateinamerikahandbuch.com abrufbar, die Nutzung von QR-Codes erleichtert den Zugriff auf zusätzliche Inhalte.

 

Wir danken allen unseren Kollegen im DIHK für ihr Mitwirken und dafür, dass wir unsere Aktivitäten jetzt auch an der neuen AHK-Strategie 2025 ausrichten und mit der konsequenten Umsetzung der vereinbarten Ziele in folgenden Themenfeldern beginnen können:

 

Personal

Märkte & Potenziale

Dienstleistungen

Mitgliedschaft

Wirtschaftspolitische Interessenvertretung

 

Ein besonderer Dank geht an unsere GTAI-Kollegen, die uns erneut inhaltlich brilliant unterstützt haben und diese Veröffentlichung durch ihre Fachkompetenz in besonderer Weise aufwerten. Erstmalig haben wir mit der DZ Bank einen Partner gefunden, der uns nicht nur bei der Finanzierung unterstützt, sondern dadurch auch seine Wertschätzung für unsere Arbeit zum Ausdruck bringt.

 

Die kollegiale Zusammenarbeit mit den BMWi-Verantwortlichen ist für das AHK-Netz von fundamentaler Bedeutung. Besonders dankbar sind wir BM Altmaier für sein Grusswort, der uns erstmalig in dieser Form zur Seite steht.

 

Sollte das Lateinamerika-Handbuch der Deutschen Wirtschaft 2018/2019 ein wenig dazu beitragen, dass unsere deutschen Unternehmen ihre lateinamerikanischen Zielmärkte noch erfolgreicher  bearbeiten können, haben wir unser Ziel erreicht.

 

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