Vorwort

Dr. reinhold

festge

Vorsitzender der Lateinamerikainitiative der

Deutschen Wirtschaft – LAI

Die Lateinamerika-Initiative der Deutschen Wirtschaft (LAI) ist als Interessenvertreterin der deutschen Wirtschaft die zentrale Ansprechpartnerin der Bundesregierung und der Politik für die Umsetzung des Lateinamerikakonzeptes in den lateinamerikanischen Partnerländern. Das oberste Ziel ist die Förderung der deutschen Wirtschaft in ihren Aktivitäten in den Ländern Lateinamerikas. Die große Bedeutung des lateinamerikanischen Marktes für die deutsche Wirtschaft wurde schon vor mehr als 100 Jahren erkannt und durch die Gründung der ersten Auslandshandelskammern im Jahr 1916 eindrucksvoll unterstrichen.

 

Die LAI stützt sich heute nicht nur auf die Kompetenz der sie tragenden Trägerverbände, sondern insbesondere auch auf die enge Zusammenarbeit mit den AHKs in Lateinamerika. Mit über 300 Mitarbeitern an 38 Standorten verfügt das AHK-Netz in Lateinamerika über eine einzigartige und professionelle Struktur, um die Interessen ihrer 5.900 Mitgliedsunternehmen vor Ort zu vertreten. Den AHKs fällt die Aufgabe zu, die Einbindung der unternehmerischen Erfahrungen zu garantieren. Mit den motivierten Trägern und dem Standort der LAI im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin, ergänzt um das Netzwerk der AHKs vor Ort, verfügt die LAI über ideale Voraussetzungen, der deutschen Politik und insbesondere der deutschen Wirtschaft, den Großunternehmen in gleichem Maße wie dem deutschen Mittelstand, Partner und Ratgeber zu sein. In der derzeitigen Konstellation sind wir heute in Lateinamerika die größte und leistungsstärkste Außenwirtschafts-Förderungsorganisation im Vergleich zu allen Staaten weltweit.

 

Die Vergangenheit war äußerst erfolgreich. Es gilt nun, auch die Zukunft in einem veränderten Wirtschaftsumfeld mit innovativen Konzepten ebenfalls positiv zu gestalten. Die bisherigen Schwerpunkte unserer Arbeit: Informationsvermittlung, Begleitung beim Kennenlernen neuer Länder, Beratung und Begleitung bei Geschäftsaufbau einschließlich der Schulung der lokalen Mitarbeiter müssen erweitert werden um die Bereiche der Berufsbildung und der Exportförderung der deutschen Tochterunternehmen in Lateinamerika. Die imponierenden Investitionen der vergangenen Jahrzehnte haben hunderttausende von Arbeitsplätzen in dieser Region geschaffen. Es zeigt sich, dass insbesondere in Zeiten von Krisen die „Heimatmärkte“ Südamerikas für die Auslastung der deutschen Produktion in dieser Region nicht mehr ausreichend sind. Flankierend unterstützt von der Bundesregierung und der Politik wollen wir mit der Neuauflage dieses Handbuches ein Nachschlagewerk vorlegen, das die deutschen Unternehmen bei ihren Geschäften in der Region unterstützt.

 

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